Der soziale Hintergrund


An dieser Stelle kommt es nicht so sehr auf die speziellen Neusser Verhältnisse zur Zeit der Vereinsgründung in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts an, als vielmehr auf einen allgemeinen Überblick zu diesem Thema, wobei man sich auf die Aussagen in Fachbeiträgen stütze.

Einige Brauchtumsforscher leiten die Fürsorge für Arme, das Tragen nicht nur der eigenen Toten, die Brandbekämpfung und manche caritative sonstige Aufgabe aus dem bruderschaftlichen Charakter der Vereine ab.
Andere sehen den Ursprung des Schützenwesens nicht alleine bei den Bruderschaften, sondern zum Beispiel auch bei den Zünften, die sich vergleichbare Ziele gesteckt hatten und durchaus nicht nur für eigene Mitglieder tätig waren, sondern für das Allgemeinwohl.
Es wäre zu weitgehend, an dieser Stelle solchen Fragen im Detail nachzugehen.
Eines gilt jedoch generell, also auch für die Neusser Schützenvereinigungen: In dem Augenblick, in dem ihre Mitglieder sich zu Schützenvereinen zusammenschlossen, legten sie ihre soziale Herkunft und ihre Ideale gegenüber den Mitmenschen nicht ab. Soziales Engagement hat über alle Zeiten hinweg nie nachgelassen, ja es war insbesondere in Notzeiten das prägende Element der Schützenvereinigungen und, auf Neuss bezogen, der Schützenkorps.



Im wesentlichen kann man die sozialen Ziele der Vereine wie folgt benennen:

a) Mitgliederunterstützung aus der Vereinskasse oder durch Umlagen

b) Unterstützung von Mitgliedern durch eine, dem Verein angegliederte, zusätzliche Kasse

c) Regelmäßige Hilfen bedürftiger Nichtmitglieder 

d) Einmalige Hilfen und Sammlungen für bedürftige Nichtmitglieder

 



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